Westfalen News 3, 12.2020: Nur tanken war gestern: Tankstellen auf dem Weg zum Mobilitätshub - Westfalen AG

Nur tanken war gestern

Tankstellen auf dem Weg zum Mobilitätshub

Wer hätte noch vor wenigen Jahren gedacht, nach dem Tanken an der Station einzukaufen oder Bargeld abzuheben? Alles heute eine Selbstverständlichkeit. Die Tankstelle der Zukunft wird sich noch radikaler verändern. Lesen Sie, wie die Stationen der Westfalen Gruppe jetzt schon starten, um digitaler, schneller und sauberer zu werden.

fillibri: Tanken, Zahlen, Weiterfahren

Okay. Einiges funktioniert einfach nicht digital: Leckeren Cappuccino genießen, in ein frisches Croissant beißen oder Kraftstoff in den Tank befördern. Aber Bezahlen klappt digital bereits bestens und wird mit der neuen Smartphone-App fillibri noch schneller und einfacher: Seit Oktober können Sie an Westfalen und Markant Tankstellen direkt an der Zapfsäule bezahlen. Und das funktioniert so:

  • fillibri-App aufs Smartphone laden und anmelden
  • Wie gewohnt tanken und in der App die genutzte Zapfsäule auswählen
  • Nach dem Tanken am Auto mit fillibri zahlen
  • Anschließend die Fahrt entspannt fortsetzen

Weitere Funktionen geplant

Das Bezahlen der Tankfüllung ist aber nur der erste Schritt: In den kommenden Monaten werden weitere Funktionen rund um das Serviceangebot an den Stationen in die App integriert, um den Tankstellenbesuch so komfortabel wie möglich zu gestalten. fillibri ist im App-Store und bei Google Play kostenlos erhältlich.

Start-up aus Münster

Entwickelt hat die App die Westfalen Gruppe aus Münster in einem eigens dafür gegründeten Start-up, an dem die Deutsche AVIA, München, beteiligt ist. „Unsere Entwicklung ist eine Reaktion auf den Megatrend Digitalisierung und auf den Wunsch unserer Gäste, bargeldlos zu bezahlen – nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemie“, erläutert Andre Stracke, Leiter Tankstellen bei Westfalen. „Mit fillibri treiben wir das digitale Kundenerlebnis an der Tankstelle weiter voran. Wir legen den Grundstein für die Tankstelle der Zukunft – den modernen Mobilitäts-Hub, in dem die traditionelle Offline-Station noch viel enger mit der Online-Welt verzahnt ist.“

Partner AVIA

„In der von Westfalen gegründeten fillibri GmbH mit Sitz in Münster und der neuen App sehen wir einen vielversprechenden Ansatz, die oftmals skizzierte branchenübergreifende Mobile-Payment-App zu schaffen. Folglich war es bei Erhalt der Option für uns eine konsequente Entscheidung, diese Beteiligung einzugehen“, ergänzt Holger Mark, Vorstand der AVIA AG. „Deshalb prüfen auch wir die technischen Voraussetzungen für eine Akzeptanz von fillibri an AVIA Tankstellen.“

Aus und für den Mittelstand

Westfalen und AVIA verstehen die App als ein unabhängiges Produkt aus und für den Tankstellen-Mittelstand, das auch weiteren interessierten Unternehmen offensteht. „Wir erwarten eine große Akzeptanz bei unseren Gästen und in der Branche“, so die fillibri Geschäftsführer Karsten Hüls und Manuel Große Dankbar optimistisch.

Weitere Details zu fillibri erhalten Sie hier

Sauberer mit Erdgas: Erste stationäre LNG-Tankstelle im Münsterland

Leistungsstark, emissionsarm, kostengünstig und verfügbar: Nur LNG (Liquefied Natural Gas oder Flüssigerdgas) bietet dem etablierten Diesel zurzeit als einzige marktreife Alternative Paroli. Daher baut die Westfalen Gruppe derzeit ein LNG-Tankstellen-Netz auf. Die erste LNG-Tankstelle des Unternehmens und gleichzeitig die erste stationäre des Münsterlandes eröffnete im November nach dreimonatiger Bauzeit in Münster-Amelsbüren. Damit erhöht sich bundesweit die Zahl auf über 40 Stationen und steigt weiter kontinuierlich an. „Wir wollen uns aktiv am Netzaufbau beteiligen“, erklärt Julian Janocha, LNG-Koordinator der Westfalen Gruppe. „Auf das LNG-Flaggschiff in Münster werden weitere Tankstellen für den umweltfreundlichen Kraftstoff folgen.“ Die Westfalen Gruppe hat 1,5 Millionen Euro in dieses Zukunftsprojekt investiert.

Konkurrenz für den Diesel

Die Praxis zeigt, dass LNG-betriebene Lkw genauso leistungsfähig sind wie ihre Diesel-Pendants. Allerdings verursacht der Betrieb mit Flüssigerdgas weniger Emissionen. Umso mehr, wenn es sich um Bio-LNG handelt. „Noch können wir LNG aus regenerativen Quellen nicht in Deutschland anbieten, da uns bislang keine Verflüssigungsanlagen zur Verfügung stehen“, berichtet Janocha. „Wir arbeiten aber mit Hochdruck an einer praktikablen Lösung.“ Doch bereits konventionelles LNG schont das Klima und verschafft Spediteuren unter anderem durch Steuerbegünstigungen für den Kraftstoff kräftige Vorteile im Wettbewerb. Außerdem sind LNG-Fahrzeuge aktuell von der Maut befreit.

LNG, H2 und Co.

Auf dem Gelände der Westfalen Tankstelle am Hansa Business Park in Münster-Amelsbüren befindet sich die 2016 eröffnete Multi-Fuel-Station, die auch die Alternativenergien Wasserstoff, Ladestrom und Autogas sowie Lkw-Wäschen anbietet. Blickfang der Anlage ist der 17 Meter hohe LNG-Tank, der knapp 30 Tonnen Flüssigerdgas fasst. Das Tanken von LNG ist so komfortabel wie das von Benzin und Diesel: Die Tankfläche verfügt über eine Überdachung und das Bezahlen ist mit der Vielzahl von Westfalen akzeptierten Flottenkarten möglich. Was der Brummi-Fahrer zum LNG-Tanken wissen sollte, zeigt dieses Erklärvideo.

LNG-Netzausbau in Planung

Die Westfalen Gruppe baut derzeit in Absprache mit Speditionen und Flottenbetreibern ihr LNG-Tankstellennetz auf. Auf der Website westfalen.com/lng können diese für die Standorte Herford, Herne und Köln ihren Bedarf anmelden oder eigene Standorte benennen. Westfalen prüft die Standorte auf Machbarkeit, stimmt alles Notwendige mit den einzubindenden Akteuren ab und sucht weitere Tankkunden, um einen Bau und Betrieb zu ermöglichen. Im Westfalen Blog „LNG – der große Knall oder nur ein Lüftchen“ berichtet Westfalen Berufskraftfahrer Thomas Mennemeyer sehr lebendig von seinen Erfahrungen mit dem Kraftstoff LNG.

Schneller laden: E-Mobilität de luxe

Kaufanreize für Elektroautos und Ausbau des Ladenetzes gehörten zu den Eckpunkten des Autogipfels vom 17. November 2020, der den Wandel der Autoindustrie beschleunigen sollte. Ist damit der Durchbruch für E-Autos gelungen? Nur bedingt, denn viele Autofahrer lassen sich immer noch von langen Ladezeiten abschrecken.


Auftakt in Ahaus

Die Lösung heißt: Schnellladesäule. Eine dieser innovativen Säulen steht seit kurzem an der Westfalen Tankstelle Nielsch an der Wüllener Straße in Ahaus für das Laden von E-Mobilen bereit. Nach 15 Minuten Ladezeit ist eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern erzielt – und das mit Ökostrom. Stundenlanges Laden gehört damit der Vergangenheit an.

Passt für alle gängigen Stecker

Die neue Säule kann mit allen gängigen Steckern über Gleichstrom (50 Kilowattstunden) und Wechselstrom (22 Kilowattstunden) benutzt werden. „Gegenüber der heimischen Wallbox verkürzt sich die Wartezeit deutlich“, freut sich Marc Fasel, Leiter Mobilität im Bereich Tankstellen der Westfalen Gruppe. Die E-Mobilisten können die Ladepause zum Shoppen und Snacken nutzen – zum Beispiel in der Westfalen Tankstelle. Die neue Schnellladesäule ist an das europäische Intercharge-Netzwerk angebunden und somit mit vielen gängigen Ladekarten und -apps zugänglich. Zusätzlich kann die Schnellladestation auch ohne Vertrag bequem mit einer Kreditkartenzahlung freigeschaltet werden.

Weitere Schnellladesäulen in Planung

Die Westfalen Gruppe rüstet derzeit ihr Tankstellen-Netz verstärkt mit Schnellladesäulen aus; so jetzt auch an der Westfalen Tankstelle Trieburg an der Dülmener Straße in Coesfeld. Umweltfreundliche Alternativenergien haben seit jeher einen wichtigen Platz im Kraftstoffangebot des Familienunternehmens aus Münster: Aktuell reicht das Portfolio von Autogas über Wasserstoff bis hin zu Ladestrom. Weitere Infos zur E-Mobilität bei Westfalen gibt es hier. Wie sich Elektromobile in einer Rallye schlagen berichten Testfahrer in unserem spannenden zweiteiligen Westfalen Blog „Strom im Blut – Erlebnis E-Cannonball 2002“.

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