Mit Erdgas oder Flüssiggas heizen?
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Flüssiggas oder Erdgas

Flüssiggas und Erdgas unterscheiden sich nicht nur in der chemischen Zusammensetzung, der unterschiedlichen Herkunft und Kostenstruktur. Entscheidend ist, dass Flüssiggas Sie unabhängig macht, eine hervorragende Versorgungssicherheit bietet und in der Breite durch biogene Varianten ersetzt werden kann. Das ist sowohl für Hausbesitzer als auch für Betriebe interessant.

Die wichtigsten Unterschiede zwischen Erdgas und Flüssiggas

Flüssiggas – auch LPG (Liquefied Petroleum Gas) genannt – ist ein Gemisch leicht kondensier­barer Kohlen­wasser­stoffe, vor allem Propan (C3H8) und Butan (C4H10). Flüssiggas der Marke Westfalengas entspricht der DIN 51622. Das heißt: Es enthält mindestens 95 Prozent Propan und Propen. Der Propan­anteil überwiegt immer.

Erdgas, entweder gasförmig verdichtet (CNG – Compressed Natural Gas) oder verflüssigt (LNG – Liquefied Natural Gas), besteht hingegen haupt­sächlich aus Methan (CH4). In Deutschland gibt es Erdgas in den zwei Qualitäten: L-Gas (Low calorific gas) und H-Gas (High calorific gas). Bis voraus­sichtlich 2030 werden alle Netze und Endgeräte im Rahmen der sogenannten Markt­raum­umstellung (MRU) auf das etwas energie­reichere H-Gas umgestellt. 

Die beiden Brennstoffe LPG und CNG/LNG verfügen über sehr unterschiedliche Eigenschaften. Und das sind die wichtigsten Unterschiede zwischen Erdgas und Flüssiggas.

Eigenschaften von Flüssiggas

Flüssiggas kann schon unter geringem Druck von nur sechs bis acht Bar verflüssigt und dadurch platzsparend in Tanks oder Flaschen gespeichert werden. Das ermöglicht eine flexible und netzunabhängige Versorgung. Flüssiggas ist schwerer als Luft und hat eine Zündtemperatur von etwa 490 bis 510 Grad Celsius.

Eigenschaften von Erdgas

Erdgas ist leichter als Luft und hat eine Zündtemperatur von etwa 600 Grad Celsius. Zur Nutzung wird Erdgas überwiegend durch Pipelines geliefert, was einen Anschluss an das öffentliche Netz voraussetzt. Warum? Weil es für die Verflüssigung auf -161,5 Grad Celsius heruntergekühlt werden müsste.

Ihre Entscheidung für Sicherheit

„Zu Ihrer Sicherheit setzt Westfalengas zu 100 % auf die Flüssiggasbeschaffung in Westeuropa.“

Daniel Heitmann, Westfalen-Energieexperte, Supply Chain Specialist

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Vergleich Erdgas versus Flüssiggas

Viel Energie auf kleinem Raum: Flüssiggas weist eine höhere Energiedichte auf als Erdgas. Das bedeutet, dass es mehr Energie pro Liter liefert. Es entsteht hauptsächlich als Nebenprodukt bei der Erdölraffination.

Der Vergleich zwischen Erdgas und Flüssiggas im Detail:

Merkmal

Flüssiggas

Erdgas

Chemie

Propan (C3H8) und ButanHauptsächlich Methan (CH4)

Verflüssigung

Bei geringem Druck von etwa 6-8 barTechnisch aufwändig bei etwa -161,5 °C

Distribution

Per Tankwagen oder in FlaschenPer Pipeline oder als LNG per Schiff

Verfügbarkeit

Unabhängig vom Netz, nahezu überall einsetzbarAns Gasnetz gebunden, nicht flächendeckend

Herkunft

Nebenprodukt bei der Öl- und Gasgewinnung sowie WeiterverarbeitungAus großen Erdgasvorkommen

Kosten

Kein Netzanschluss nötig, Infrastruktur günstigGünstiger Netzanschluss, teuer bei LNG-Import

Energiegehalt

Circa 28 kWh / m3Circa 11,3 kWh / m3

Unterschied zwischen Flüssiggas und flüssigem Erdgas

Manchmal werden sie verwechselt: Flüssiggas und flüssiges beziehungsweise verflüssigtes Erdgas. Doch der Unterschied ist groß. Flüssiggas (LPG) braucht nur sechs bis acht Bar in unserer ganz natürlichen Umgebungstemperatur, und schon verflüssigt es sich. Das ist der Grund, warum Flüssiggas so einfach zu lagern und zu transportieren ist. LNG (Liquefied Natural Gas) hingegen ist verflüssigtes Erdgas. Es muss auf -161,5 Grad Celsius heruntergekühlt werden, um flüssig zu werden. Das ist technisch aufwändig und energieintensiv, macht aber den weiten Weg per Schiff aus Förderländern wie Katar oder den USA möglich. Kein Wunder, dass weltweit viel mehr Flüssiggas produziert und verbraucht wird als verflüssigtes Erdgas.

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Einsatzbereiche von Flüssiggas und Erdgas

Flüssiggas ist ideal für flexible, netzunabhängige Anwendungen, während Erdgas an große Infrastrukturen gebunden ist.

Typische Einsatzbereiche von Flüssiggas (LPG)

  • Heizung und Warmwasser in Gebäuden ohne Erdgasanschluss
  • Kochen in Haushalten und der Gastronomie
  • Trocknen, Schmelzen, Brennen oder Härten mit Flüssiggas in der Industrie
  • Mobilität – als Autogas in LPG-Fahrzeugen und Treibgas-Staplern
  • Stall- und Gewächshausbeheizung sowie Trocknungsanlagen mit Flüssiggas in der Landwirtschaft
  • Notstromversorgung mithilfe flüssiggasbetriebener Generatoren
  • Baustellenbetrieb – beispielsweise zur Containerbeheizung, zur Bautentrocknung oder für Asphaltkocher

Typische Einsatzbereiche von Erdgas (H-Gas / LNG)

  • Gebäudeheizungen in dicht besiedelten Gebieten
  • Energieintensive Produktionsprozesse wie Stahl- und Zementherstellung
  • Mobilität in der internationalen Logistik – insbesondere LNG für Schiffe und Lkw

Vorteile von Flüssiggas gegenüber Erdgas

Flüssiggas bietet eine Reihe von Vorteilen gegenüber Erdgas. Und Flüssiggas von Westfalengas kann nochmals mit wertvollen Eigenschaften punkten.

Gute Verfügbarkeit

Flüssiggas ist hervorragend verfügbar.

Sichere Herkunft

Flüssiggas von Westfalengas kommt aus westeuropäischen Raffinerien.

Verlässlich lieferbar

Zu Westfalengas gehören eigene Terminals, Lagerstätten und Tankwagen.

Unabhängig vom Netz

Flüssiggas kann überall eingesetzt werden, auch ohne Anschluss ans Erdgasnetz.

Höherer Energiegehalt

Flüssiggas enthält wesentlich mehr Energie pro Kubikmeter als Erdgas.

Flexible Lagerung

Im eigenen Flüssiggastank kann LPG flexibel und platzsparend gelagert werden.

Ersetzbar durch Bio-LPG

Flüssiggas lässt sich ohne Umrüstung der Hardware durch zertifiziertes Westfalengas Bio ersetzen.

Vielseitig anwendbar

LPG funktioniert für Wärme, Kochen, Gewerbe, Industrie, Landwirtschaft und Mobilität.

Vorteile eines Flüssiggastanks gegenüber dem Erdgasanschluss

Im Vergleich zur Erdgasleitung bietet Ihnen der Flüssiggastank vor allem eines: Unabhängigkeit. Als Eigenheimbesitzer oder Unternehmen verfügen Sie mit Flüssiggas der Marke Westfalengas über einen Energieträger westeuropäischer Herkunft. Ein gut gefüllter Tank sichert wohlige Wärme und lückenlose Produktion unabhängig von politischen Spannungen oder Netzausfällen. Zudem können Sie einen Flüssiggastank mieten, um bevorzugt beliefert zu werden. Oder Sie können den Flüssiggastank kaufen, um noch freier zu bleiben.

Von Erdgas auf Flüssiggas umsteigen

Sie fragen sich, ob Sie mit Erdgas oder Flüssiggas heizen möchten? Vielleicht haben Sie auch bereits eine Erdgasheizung und möchten auf Flüssiggas umsteigen? Die gute Nachricht: In der Regel sind Gasthermen rasch umgerüstet. Sie benötigen lediglich einen geeigneten Flüssiggastank im Garten, um die Therme als Flüssiggasheizung zu nutzen. In welchen Fällen lohnt sich der Umstieg auf Flüssiggas?

Höhere Versorgungssicherheit gewünscht

Ein Flüssiggastank macht unabhängig von steigenden Netzentgelten und Versorgungsengpässen aufgrund politischer Spannungen.

Erdgasanschluss nicht (mehr) verfügbar

Flüssiggas ist auch da, wo das Gebäude nicht (mehr) ans Gasnetz angeschlossen ist – etwa durch Rückbau, Netzrückzug oder Neubau im ländlichen Raum.

Interesse an Bio-LPG und CO2-Reduktion

Sie können fossiles Flüssiggas schrittweise oder vollständig durch Bio-Flüssiggas ersetzen. Diese Option gibt es bei Erdgas nicht in vergleichbarer Breite.

Entscheidungshilfe von Westfalengas

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FAQ: Flüssiggas oder Erdgas

Heizwert und Brennwert von Flüssiggas liegen deutlich über dem von Erdgas: Der Flüssiggas-Heizwert beträgt rund 26 Kilowattstunden pro Kubikmeter, der Brennwert 28. Erdgas (H-Gas = High calorific) kommt auf circa 11,3 Kilowattstunden pro Kubikmeter Heizwert und etwa 13 Kilowattstunden pro Kubikmeter Brennwert.

Flüssiggas ist im ländlichen Raum oft die einzig sinnvolle Alternative zu Erdgas, da es ganz ohne Anschluss an ein öffentliches Gasnetz genutzt werden kann – sogar in Wasserschutzgebieten. Wo kein Erdgas verfügbar ist oder die Netzanbindung kaum finanzierbar wäre, ermöglicht Flüssiggas eine komfortable und zuverlässige Energieversorgung.

Die Versorgung mit Erdgas erfolgt über ein fest installiertes Leitungssystem, das direkt mit dem Versorgungsnetz verbunden ist. Flüssiggas dagegen wird per Tankwagen angeliefert und in einem Gastank auf Ihrem Grundstück gelagert. Der Energiebedarf bei Flüssiggas wird somit dezentral gedeckt.

Sowohl Erdgas als auch Flüssiggas gelten als sehr sichere Energieträger. Voraussetzung ist wie bei allen Gefahrstoffen, dass Anschluss, Installationen und Anpassungen ausschließlich durch Fachpersonal vorgenommen werden dürfen. Beide Systeme sind mit modernen Sicherheitsmechanismen ausgestattet, die einen zuverlässigen Betrieb ermöglichen.

Eine Umstellung von Erdgas auf Flüssiggas ist einfach möglich: Die Brennerdüsen werden angepasst und die Heizung wird neu eingestellt.

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