Qualität und Zuverlässigkeit von Prüfgasen sind entscheidend für viele industrielle und wissenschaftliche Anwendungen. Um eine geringe Unsicherheit der zertifizierten Werte zu gewährleisten, setzen wir auf das Verfahren der gravimetrischen Rückführung – eine der genauesten Methoden zur Herstellung von Gasgemischen.
Bei der gravimetrischen Rückführung werden die einzelnen Bestandteile eines Prüfgases mit hochpräzisen Waagen abgewogen. So kann die genaue Menge jeder einzelnen Komponente bestimmt werden. Anschließend werden aus diesen Werten die exakten Konzentrationen im Gasgemisch berechnet.
Die gravimetrische Rückführung ist besonders dann die bessere Wahl gegenüber einer Analyse des fertigen Gasgemisches, wenn höchste Präzision gefordert ist. Dies gilt vor allem bei sehr niedrigen oder sehr hohen Konzentrationen von Komponenten, bei denen analytische Messverfahren an ihre Grenzen stoßen oder größere Unsicherheiten aufweisen.
Auch bei der Herstellung von Primärstandards, also Referenzgasen mit exakt bekannten Zusammensetzungen, ist die gravimetrische Methode überlegen, da sie auf präzisen Massenmessungen basiert und direkt auf internationale Standards zurückgeführt werden kann. So wird sichergestellt, dass die Prüfgase als verlässliche Referenz für Kalibrierungen und Qualitätskontrollen dienen – unabhängig von den Einschränkungen analytischer Messmethoden.
Die gravimetrische Rückführung beinhaltet keine Analyse. Unsere zertifizierten Referenzmaterialien (sogenannte CRM, certified reference materials), werden jedoch zusätzlich analytisch verifiziert und die Unsicherheit aus der Stabilität, der Gravimetrie und der Analytik kombiniert.
So funktioniert‘s:
So können wir sicherstellen, dass die Prüfgase die angegebenen Zielkonzentrationen zuverlässig erreichen. Das ist besonders wichtig für die Kalibrierung von Messgeräten, die in sensiblen Bereichen wie Umweltüberwachung, Medizintechnik oder Forschung eingesetzt werden.